Mikronährstoffe – essentielle Stoffe für deinen Stoffwechsel 

 

Immer wieder wird in Bezug auf Ernährung gesagt, dass wir auf die Makronährstoffe achten sollen. Das sind die 3 großen Bausteine

  • Kohlenhydrate,
  • Fette und
  • Eiweiß / Proteine.

Sie geben uns Energie und machen eine gesunde Ernährung aus. Wir wissen ganz genau, wie wir mit den Kohlenhydraten umzugehen haben, dass eine hohe Eiweißzufuhr wichtig ist für den Muskelaufbau, und dass (gesunde) Fette wichtig, aber in Maßen zu verzehren sind. Aber was ist mit den Mikronährstoffen?

 

Kennst du deinen Mineralstoff-Haushalt?

 

Wenn es bei einer ganzheitlichen und gesunden Ernährung ins Detail geht, werden die Feinheiten gerne außer Acht gelassen. Vitamine werden durch die Kampagnen der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) noch bei jedem Einzelnen ins Gedächtnis gerufen. Aber was ist mit dem Mineralstoff-Haushalt?

 

Die Mikronährstoffe

 

Zusätzlich zu den Makronährstoffen benötigen wir neben den Vitaminen auch diverse Mineralstoffe und Spurenelemente, um gesund und fit zu bleiben. Das sind die sogenannten Mikronährstoffe. Jeder einzelne ist wichtig, da sie sich in ihrer Funktion nicht gegenseitig ersetzen können. Im Unterschied zu manchen Vitaminen werden Mineralstoffe vom Körper jedoch nicht verbraucht. Da sie aber z.B. durch Schweiß oder Urin ausgeschieden werden, ist eine stetige Einnahme zu empfehlen bzw. notwendig.

 

Was sind Mineralstoffe bzw. Mineralien?

 

Mineralien sind – wie Vitamine auch – eine regelrechte “Anti-Aging-Waffe” vor allem für die Haut. Manche Mineralien verzögern die Hautalterung, indem sie deren natürliche Nährstoffversorgung unterstützen.

  • Silizium macht die Zellen dichter, sodass weniger Trockenheitsfalten entstehen.
  • Magnesium unterstützt die Sauerstoffversorgung der Haut (und wird hauptsächlich zum Vorbeugen von Muskelkater oder Muskelkrämpfen eingesetzt).
  • Kalzium hilft bei den Erneuerungsprozessen der Zellen für eine glatte Haut.

 

Mineralstoffe aktivieren sämtliche Stoffwechselfunktionen, unter anderem das Zusammenspiel von Muskeln und Nerven. Kalium, Kalzium, Natrium und Magnesium sind die wichtigsten. Welche aber noch eine nicht ganz unerhebliche Rolle spielen, sind Eisen und Silizium. Anfügen möchte ich ebenfalls noch einmal die sekundären Pflanzenstoffe sowie die Ballaststoffe: sie bringen in Kombination mit einer richtigen und gesunden Ernährung den persönlichen Jungbrunnen noch mehr zum Vorschein.

 

Eisen

 

Eisen ist vor allem wichtig, wenn die sogenannte Menopause tatsächlich begonnen hat. Der Eisenspiegel sinkt dann rapide. Dadurch, dass der monatliche Verlust einfällt, benötigt Frau dann nicht mehr so viel Eisen als vorher. Dadurch kann ein Vielfaches an Kalorien eingespart werden, und der Cholesterinspiegel rückt wieder gerade. Dennoch ist ein Eisenmangel möglich. Insbesondere, wenn Frau sich ständig müde und erschöpft fühlt. Eisen macht die Haut geschmeidig und hilft gegen einen blassen Teint. Ein Mangel kann sich durch unschöne Risse im Mundwinkel, brüchige Haare und Fingernägel und allgemeines Hautjucken bemerkbar machen.

 

Silizium

 

Silizium ist in der Natur nur in Verbindung mit Sauerstoff als Siliziumdioxid zu finden. Dessen Säure wird Kieselsäure genannt. Silizium ist kein Mineralstoff, von dem ein Mangel zu erwarten ist. Generell kann man sogar davon ausgehen, dass wir sehr gut damit versorgt sind. Dennoch ist Silizium im Alter wichtig, weil wir eventuell durch ein Plus an Kieselsäure gewissen Krankheiten vorbeugen. Silizium ist ein notwendiger Bestandteil der oberen Hautschicht und des Bindegewebes. Es ist Aufbaustoff für Knorpelmasse, Bindegewebe, Haut, Haare und Nägel.

Mit dem Alter nimmt der Siliziumgehalt im Körper jedoch ab. Dies betrifft ebenfalls die nachlassende Elastizität und Spannkraft der Haut. Kieselsäure kann den Alterungsprozess nicht stoppen, aber dazu beitragen, den Körper mit dem für die Schönheit notwendigen Silizium zu versorgen. Dies gilt auch in Bezug auf die Gesundheit. Kieselsäure soll

  • das Immunsystem stärken,
  • das Bindegewebe festigen,
  • hohen Blutdruck senken und
  • unterstützend bei Osteoporose wirken.

 

Sekundäre Pflanzenstoffe

 

Die positive Wirkung der sekundären Pflanzenstoffe ist allen hinlänglich bekannt. So ist sicher die vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützende Wirkung von Knoblauch, Kaffee oder Kakao bekannt. Wer sich vollwertig ernährt, nimmt automatisch viele dieser heilkräftigen Substanzen auf. Sekundäre Pflanzenstoffe wirken zum Teil als Antioxidantien. Das sind Substanzen, die als Radikalfänger den Organismus vor gesundheitsschädlichen Wirkungen des Sauerstoffs schützen. Es soll sogar das Risiko für Krankheiten, wie Arteriosklerose, bestimmte Krebsarten oder grauen Star reduzieren.

 

Ballaststoffe  

 

Ballaststoffe beeinflussen den Cholesterinstoffwechsel und verbessern die Glukosetoleranz. Daher sind sie so wichtig, weil sie insbesondere beim Alterszucker lindernd wirken oder diesen sogar verhindern. Ballaststoffe kommen nur in pflanzlichen Lebensmitteln vor, wie z.B. Getreide, Gemüse, Hülsenfrüchten, Obst und Samen. Sie haben einen extrem guten Sättigungseffekt und eine geringere Kaloriendichte als ballaststoffarme Lebensmittel. Eine Umstellung von einer ballaststoffarmen zu einer ballaststoffreichen Ernährung sollte jedoch nicht sofort, sondern nach und nach geschehen. Der Darm muss sich an diese Umstellung nämlich erst gewöhnen und reagiert oft mit Magen-Darm-Beschwerden. Eine schrittweise Umstellung kann passieren, indem von Weizenmehl auf Vollkornmehl umgestiegen wird. Zum Vergleich: Weizen als Ganzes Korn weist 10,9g Ballaststoffe auf, das daraus hergestellte Mehl nur noch 4,0g. 100g Weizenvollkornbrot hat 7,5g Ballaststoffe, Weißbrot nur noch 3,5g.

die empfohlene Menge an Ballaststoffen wird bspw. erreicht durch

  • 6 Scheiben Weizenvollkornbrot à 50g
  • 4 kleine Kartoffeln à 50g
  • 2 große Möhren à 100g
  • 1 großer Apfel à 200g

frische Lebensmittel vs. künstliche Präparate

 

Ich persönlich bin ja ein Fan von frischen Zutaten und “clean eating”. Ich glaube daran, dass frische Lebensmittel uns helfen, auch gesundheitlich auf Spur zu bleiben. In guten und gesunden Lebensmitteln stecken all die Nährstoffe drin, die der Körper braucht, um gesund zu sein bzw. zu bleiben. Daher sehe ich künstliche Präparate, um das Immunsystem und den Mineralstoffhaushalt „on stock“ zu halten, eher als zweite Wahl. Es gibt jedoch Situationen, wo es sich nun mal nicht vermeiden lässt: Wer bspw. sehr viel Sport treibt und trainiert, hat auch einen erhöhten Verbrauch an Mineralstoffen. Da bleibt es nicht aus, dann auch mal auf die zweite Wahl zurück zu greifen.

 

Die Zitrone als Wunderwaffe

 

Mein absoluter Geheimtipp ist die Zitrone. Interessanterweise ist sie aus ernährungspysiologischer Sicht nicht sauer (weil wir meinen, dass sie sauer schmeckt), sondern gehört zu den basischen Lebensmitteln, die einer Übersäuerung im Körper durch z.B. zu viel Kaffee oder Alkohol entgegensteuern. Sie wirkt entschlackend, lässt Entzündungen schneller heilen, kurbelt den Stoffwechsel an und stärkt das Immunsystem. Für mich ein absoluter Alleskönner! Ich trinke daher jeden Morgen gleich nach dem Aufstehen einen halben Liter lauwarmes Wasser zusammen mit dem Saft einer halben, frisch gepressten Zitrone. Dann mache ich mich und die Kids für den Tag fertig, um dann ca. eine dreiviertel Stunde später mein Frühstück zu genießen. Der Stoffwechsel läuft dann schonmal… Und wenn ich meinen Stoffwechsel dann noch zu Höchstformen animieren möchte, mache ich am Ende meines Duschgangs noch ein kaltes Abbrausen. Vor allem im Gesicht sehe ich einfach frischer aus und wer kommt nicht gern wie aus dem Ei gepellt aus der Dusche. 😉

 

Fazit

 

Um ein Fazit zu den Mikronährstoffen zu ziehen, appelliere ich dafür, dass du viel frisches Gemüse und Obst anstelle von Vitaminpräparaten zu dir nehmen solltest. Sie machen nicht dick und versprechen sogar einen wirkungsvollen “Anti-Aging-Effekt”. Es ist erwiesen, dass eine pflanzenbasierte Ernährung (mehr Gemüse und mäßig Obst) nicht nur einen schützenden Effekt auf Gefäß-, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs hat, sondern unser gesamtes Erscheinungsbild zum Strahlen bringt. Und wer sieht nicht gerne blendend aus?