Es ist mittlerweile auch in unserer westlichen Welt eine anerkannte Tatsache, dass negative Emotionen, Gedanken und Gefühle uns im wahrsten Sinne des Wortes auch körperlich krank machen können.

Nicht von ungefähr heißt es im Volksmund:

  • „Das schlägt mir auf den Magen.“
  • „Da kommt mir die Galle hoch!“
  • „Das bereitet mir Kopfzerbrechen.“

Sicherlich hast du einen dieser Sätze auch schon einmal gebraucht, womöglich, ohne die Herkunft und genaue Bedeutung zu hinterfragen. Aber wie stehen Emotionen und körperliche Reaktionen miteinander in Verbindung? Hier lohnt es sich, fernöstliche Heilmethoden, die oftmals viele hunderte Jahre alt sind, etwas näher zu studieren. Eine davon möchte ich dir in diesem Blogbeitrag vorstellen, da sie sich toll in deinen Alltag einbauen lässt:

Diese japanische Methode soll das Gleichgewicht zwischen Geist und Seele wieder herstellen, um Raum für frische Lebensenergie wieder zu schaffen. Sie basiert auf der Grundlage der japanischen Heilmethode “Jin Shin Jyutsu”, wonach die Energie-Meridiane stimuliert werden. Die Meridiane verlaufen von Kopf über Hände bis in die Füße und versorgen den Körper mit Qi und Lebensenergie.

Jedem Finger werden bestimmte Emotionen und auch Organe zugeordnet, die sich bei Krankheit in bestimmten Symptomen äußern.

Der Daumen

  • Emotionen: Stress, Sorge, Anspannung, Grübeln, Depressionen
  • Organe: Magen, Milz
  • Physikalische Symptome: Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Hautproblem, Nervosität

Umschließe mit der einen Hand deinen anderen Daumen, wenn du oft kreisende Gedanken hast, dich mit Sorgen belastest, Verdauungsschwierigkeiten hast oder zu allergischen Reaktionen neigst.

Der Zeigefinger

  • Emotionen: Angst, geistige Verwirrung
  • Organe: Rücken, Verdauung, Nieren, Blase
  • Physikalische Symptome: Verdauungsprobleme, Handgelenk, Ellenbogen, Oberarmschmerzen, Muskel- und Rückenprobleme, Zahnprobleme, Süchte jeglicher Art

Dein Zeigefinger hat für dich eine besondere Bedeutung, wenn du oft ängstlich bist. Konkrete Ängste, wie vor dem Zahnarzt, werden hiermit harmonisiert. Auch alle Beschwerden im Rücken, Hüftbereich oder Kniekehlen sowie in der Blase und Niere werden dem Zeigefinger zugeordnet.

Der Mittelfinger

  • Emotionen: Wut, Ärger, Unentschlossenheit, Gereiztheit, Frustration, Erschöpfung
  • Organe: Leber, Galle
  • Physikalische Symptome: Augenprobleme, Erschöpfung, Migräne, Kopfschmerzen, Menstruationsprobleme, Kreislaufprobleme

Falls du schnell wütend wirst, dich ungerecht behandelt fühlst oder deine Galle und Leber gesundheitlich betroffen sind, ist für dich der Mittelfinger wichtig.

Der Ringfinger

  • Emotionen -> Trauer, Kummer, Freundschaft, Angst vor Zurückweisung, Negativität
  • Organe -> Lunge, Dickdarm
  • Physikalische Symptome: Verdauungsprobleme, Atemprobleme (Asthma), Ohrengeräusche, tiefere Hautzustände

Der Ringfinger ist bedeutsam bei Beschwerden mit der Atmung oder der Verdauung. Bitte auch bei Trauer und Verlusten im Leben an diesen Finger denken.

Der kleine Finger

  • Emotionen: Übertreibung, geringes Selbstwertgefühl, Unsicherheit, Verurteilung, Nervosität, Bemühung, Verstellung
  • Organe: Herz, Dünndarm
  • Physikalische Symptome: Knochen- oder Nervenprobleme, Herzprobleme, Blutdruck, Halsschmerzen, Blähungen

Unser kleiner Finger hilft uns bei Herz-Angelegenheiten, einerseits auf der physischen Ebene und andererseits auch bei emotionalen Beschwerden. Er ist auch wichtig zum Aussortieren von wichtigen und unwichtigen Dingen im Alltag.

Die Handinnenfläche

  • Emotionen: Verzweiflung, Depression
  • Organe: Zwerchfell, Nabel
  • Physikalische Symptome: Erschöpfung

Die Handinnenfläche ist Energie gebend und hilft uns, wieder das Gleichgewicht zwischen Harmonie, geistige Stille und Urvertrauen zu erlangen.

Anwendung

Halte den Finger, den du bearbeiten möchtest, für jeweils eine Minute mit der Faust deiner anderen Hand umschlossen. Nimm dir nun die anderen Finger und die Handfläche nacheinander oder nur jene, welche dir in dem Moment wichtig erscheinen. Diese Übung kannst du mehrmals am Tag anwenden. Wenn du alle Finger und die Handfläche bearbeiten möchtest, nimm dir also 6 Minuten Zeit und atme dabei bewusst ganz tief in den Bauch hinein. Die tiefe Atmung wird dir schon mehr Ruhe bringen, da man in Stressmomenten sehr flach atmet. Möglicherweise ist auch ein intensives Pulsieren beim längeren Halten der Finger zu spüren. Wenn die Handinnenfläche für die geistige Stille bearbeitet wird, wird diese vom Daumen der andere Hand gedrückt.

Diese Übung zu deiner Entspannung kannst du jederzeit und an jedem Ort machen, ob als Routine in deinem Tagesablauf oder in akuten Stresssituationen. Sie wird dir helfen, dich wieder zu entspannen und aus der Stresssituation herauszukommen. 🙂

 

P.S.: In meinem letzten Blogartikel „7 Anzeichen für Stress und was du dagegen tun kannst“ habe ich das Thema Stress für uns Mütter bereits beschrieben und wertvolle Tipps gegeben, was du im Alltag machen kannst, um Stress zu vermeiden und gar nicht erst aufkommen zu lassen.