Wie du mit einer basischen Ernährung deinen Körper wieder ins Gleichgewicht bringst

 

Der stressige Alltag

Mal Hand aufs Herz: Bei uns Mamis ist es doch so, dass wir oftmals mehr auf unserer To-do-Liste stehen haben, als wir überhaupt imstande sind zu leisten. Wir stehen morgens schon mit Volldampf auf, um alles und Alle richtig auf dem Weg zu bringen und fallen abends komplett erschöpft ins Bett. Was ich damit sagen möchte ist, dass wir durch unseren Alltag ein konstantes Grundrauschen an Arbeitsvolumen haben, was uns Mamis eher zum permanenten Reagieren bringt, als dass wir kluge Entscheidungen treffen. Das zeigt sich dann leider auch bei der Ernährung!

So essen wir unter Stress

Natürlich sind wir darauf bedacht, unseren Kindern eine ausgewogene und gesunde Ernährung zu vermitteln. (“Probier doch auch mal den Salat!”) Aber wenn die kleinen Augen mal nicht so genau hinschauen, werden wir Mamis vom “Kalorienteufel” förmlich befallen. Unreflektiert und unbewusst wird im Vorbeigehen in die Süßigkeiten-Tüte gegriffen, beim Spielenachmittag der leckere Kuchen der Freundin gegessen und – weil mal wieder keine Zeit zum Kochen war – mal eben der Bäcker, Fast Food-Laden oder eine andere Möglichkeit für einen Pit-Stop genutzt. Auf kurz oder lang kneift nicht nur die Hose, sondern unser Körper wird langsam aber sicher zu einer reinen Restwert-Müllanlage umfunktioniert.

Das Ergebnis ungesunder Ernährung

Unser Körper kann sich durch diese Art der Ernährung auf seine eigentlichen Aufgaben wie zum Beispiel Stoffwechselprozesse überhaupt nicht mehr konzentrieren, und das ganzheitliche Konstrukt und System der Körperfunktion gerät ins Wanken. In Kombination mit unserem zügigen Alltag fühlen wir uns gerne müde, träge, erschöpft und ausgelaugt. Das ist nicht nur ungesund, sondern macht auch noch krank. Dabei brauchen wir die Energie für unsere täglichen Herausforderungen! Aber wie soll der Körper das leisten, wenn wir ihn nicht entsprechend mit Nährstoffen und reinen Lebensmitteln versorgen?

Du bist, was du isst

Die Reaktion unseres Körpers auf die zugeführten Lebensmittel hat einen wesentlichen Einfluss auf unsere Gesundheit. Dabei ist ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt ist eine wichtige Grundvoraussetzung. Dieser soll die Gesundheit aufrecht erhalten und ein Gleichgewicht schaffen. 

Der Säure-Basen-Haushalt

Verkürzt gesagt ist der Säure-Basen-Haushalt ein Regulationssystem, um Stoffwechsel- und biochemische Prozesse in unserem Körper umzusetzen und damit die Tätigkeit der Organe zu unterstützen und sogar zu entlasten. Es kommt dabei auf den richtigen pH-Wert an. Das ist das sogenannte Optimum, bei dem die Prozesse am besten arbeiten können. Was das System jetzt so kompliziert macht, ist das wechselnde Optimum bei jedem Bereich und Aufgabe der Organe. Aber unser Körper wäre kein ausgeklügeltes System, wenn es dies nicht selbst regulieren könnte. Dafür muss er aber auch seinen Job machen können und sich nicht mit der Verwertung von Lebensmitteln auseinandersetzen, mit denen er nur sehr schwer etwas anfangen kann.  

Exkurs: der pH-Wert

Laut Wikipedia ist der pH-Wert „ein Maß für den sauren oder basischen Charakter einer wässrigen Lösung“. Der pH-Wert wird in einem Bereich zwischen 0 und 14 angegeben. Ein pH-Wert von unter 7 gilt als sauer, ein Wert von über 7 gilt als alkalisch bzw. basisch und ein Wert von 7 gilt als neutral. (Auch unsere Haut hat einen pH-Wert: sie ist leicht sauer (zwischen 4,1 bis 5,8) und schützt so unseren Körper.)

So kannst du deinen Körper unterstützen

Eine gesunde und ausgewogene basische Ernährung wirkt sich daher positiv auf den Säure-Basen-Haushalt aus. Der Konsum von überwiegend “sauren” Lebensmitteln kann auf lange Sicht den Säure-Basen-Haushalt belasten. Der Körper kann die große Menge an Säuren nicht mehr abfangen. Diesen Zustand nennt man latente oder chronische Übersäuerung (latente Azidose).

Hier ganz kurz am Rande, welche Faktoren eine chronische Übersäuerung begünstigen:

  1. Nahrungsmittel mit einem hohen Anteil an tierischen Eiweißen
  2. Low-Carb-Diäten
  3. exzessiver Sport
  4. chronischer Stress
  5. chronische Entzündungen

Eine Übersäuerung ist – wie so häufig – ein schleichender Prozess und entwickelt sich über Jahre. Dass das Regulationssystem erschöpft ist, macht sich leider nicht durch akute Symptome bemerkbar. Oft zeigt es sich durch unspezifische, leise und einschleichende Beschwerden, wie z.B. chronische Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Probleme mit Haut, Haaren und Nägel, chronischen Entzündungen oder auch Verdauungsprobleme. Kennst du das auch bei dir?

Tipp: Um eine Übersäuerung zu überprüfen, kannst du pH-Streifen verwenden, die du in deiner Apotheke erhälst.

Konkret: meide saure Lebensmittel

Studien haben bereits bewiesen: je mehr wir alkalisieren und uns basisch ernähren, desto besser funktionieren wir und desto energiegeladener fühlen wir uns. Ein alkalischer Zustand fördert die Vitalität, einen Krankheiten-freier Körper und kann die Lebensqualität erheblich erhöhen.

Dies sind säurebildende Lebensmittel: z.B. Weißmehl, Fleisch, Eier, Milchprodukte, Kaffee, Alkohol, Fisch, Hülsenfrüchte, Limonaden, Zucker, gebratene Lebensmittel und getrocknete Früchte. Süssstoffe, Medikamente und Umweltgifte verursachen ebenfalls Säure sowie Stress, Ärger und giftige Emotionen.

Ich sage es ja immer wieder: Good Vibes only!! 😉

So schaffst du die Umsetzung

Durch den heutigen Lebensstil mit so vielen Ernährungsausrichtungen und Lebensmotti ist es gar nicht so leicht, Körper und Seele wieder auf einen “alkalischen Zustand” zu bringen. Nicht jeder findet die Ruhe im Yoga, in der Meditation oder im Thai Chi. Jeder Mensch ist anders, aber alle haben einen gemeinsamen Nenner: das Essen. Es gibt eine Menge von unglaublich leckeren, gesunden und nahrhaften alkalischen Lebensmittel, die du leicht in deinem Lebensstil integrieren kannst, um den Säuregehalt in deinem Körper im ersten Schritt zu reduzieren. Du wirst dich energiegeladener und weniger gestresst fühlen und dein Körper wird optimal funktionieren, damit du neue Schwungräder drehen kannst.

Hier ein paar Beispiele von Lebensmittel, die dich alkalisieren und dich energiereich in deinem Lebensstil unterstützen können:

Alkalische Lebensmittel

Avocados

Cremige, leckere Avocados haben einen pH-Wert von 8,0, was nicht nur deinen ganzen Körper alkalisiert, sondern auch hilft, säurehaltige Lebensmittel in deinem Magen zu neutralisieren. Ob in Salaten, als köstliche Guacamole oder einfach halbiert mit Salz und Pfeffer, ich finde sie einfach lecker. Aber Vorsicht, auch wenn sie sehr gesund sind, sie haben auch sehr viel Fett. Aber wie heißt es so schön: Die Dosis macht das Gift!

Reife Bananen

Reife Bananen haben eine fleckige Haut: die kleinen braunen Flecken und die weiche Schale signalisieren, dass sie bereit sind zum essen und bieten uns eine Menge an Vitaminen und Mineralien. Aber auch hier gilt etwas Aufmerksamkeit: Denn Bananen sind zwar ein echter Kraftschub, können aber auch bei einem zu großen Verzehr auch zur echten Kalorienbombe werden. Wenn die Power benötigt wird, sind Bananen sehr gute Energielieferanten.

Mandeln

Die meisten Nüsse sind säurehaltig, aber Manden und Mandelmilch sind eine unglaubliche Quelle der Gesundheit, Vitalität und Alkalität. Sie helfen, den Cholesterinspiegel zu senken, die Gehirnfunktion zu verbessern und die Verdauung anzukurbeln.

Spargel

Bekannt als eines der stärksten alkalisierenden Lebensmittel der Natur, gibt Spargel deinem Körper auch reichlich Ballaststoffe, Wasser, Vitamine, Mineralien und Anti-Aging Antioxidantien ab. Der pH-Wert liegt bei 8,5.

Wassermelone

Die Wassermelone bietet einen pH-Wert von 9.0 und ist vollgepackt mit Vitaminen und Mineralien. Der hohe Ballaststoff- und Wassergehalt machen sie zu einem großartigen Lebensmittel um Gifte zu beseitigen.

Cayennepfeffer

Cayenne ist ein hervorragendes antibakterielles Gewürz, das dem Körper eine gute Dosis an Alkalität bietet. Es hat einen pH-Wert von 8,5 und fördert die Durchblutung, senkt den Blutdruck, beseitigt Giftstoffe und steigert die Gehirnfunktion.

Papaya

Papayas sind bekannt, leicht-verdaulich zu sein und mehrere Verdauungsbeschwerden zu lindern. Dies aufgrund des sehr nahrhaften und alkalischen Fleischs, das mit Ballaststoffen, Wasser, Vitaminen und Mineralien vollgepackt ist für eine bessere Gesundheit.

Zitronen

Zitronen können sehr sauer schmecken, aber durch den Verdauungsprozess werden sie in eine unglaublich alkalische Substanz umgewandelt, die dem ganzen Körper zugute kommt. In der Tat sind Zitronen das Lebensmittel mit der am größten alkalisierenden Wirkung, das wir zur Verfügung haben. Tipp: Frische Bio-Zitronenscheiben oder frisch gepresster Zitronensaft ins Glas Wasser hinzufügen. Gerade morgens mit lauwarmem Wasser bringt es deinen Stoffwechsel in Schwung und der Schub Vitamin C stärkt dein Immunsystem.

Brokkoli

Wie Tomaten ist auch Brokkoli bekannt als  “Anti-Krebs” Gemüse, das sehr alkalisch ist. Es bietet viele Ballaststoffe und ist eine dichte Quelle von Nährstoffen, die deine Gesundheit fördern.

Knoblauch

Knoblauch bietet einen unglaublichen Geschmack in vielen Gerichten und hilft, die Säure von säurehaltigen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Käse und Eier zu neutralisieren.

Fazit

Die Quintessenz ist, dass eine basenreiche Ernährung den Körper mit seinen Aufgaben der Stoffwechselprozesse entlastet und somit die eigene Gesundheit fördert. Sie wirkt präventiv, weil durch die funktionierenden Prozesse Beschwerden und mögliche Krankheiten durch weniger Giftstoffe im Körper vermieden werden bzw. verschiedene Erkrankungen abmildern können. Und wenn wir die oben genannten Lebensmittel in unsere Ernährung integrieren und unserer Gesundheit mehr Energie geben können, dann kann sich unser Körper wieder auf das konzentrieren, was wirklich seine Aufgabe ist. Alltag, wo bist du? Ich wupp´ dich mit links… 😉